Naturschutz in Deutschland - eine Erfolgsstory?
Heft 75 des Deutschen Rates für Landespflege
Am 20. und 21. Mai 2003 trafen sich Naturschützer aus ganz Deutschland
auf der Vorburg von Schloss Drachenburg in einem der ältesten
Schutzgebiete Deutschlands bei Königswinter am Rhein, um auf dem
Symposium des Deutschen Rates für Landespflege eine Bilanz der
traditionsreichen Naturschutzarbeit in Deutschland zu ziehen.
Vor dem Hintergrund, dass zahlreiche Vertreter des Naturschutzes
und der Landschaftspflege vor allem die Misserfolge sehen und
die eigenen Erfolge kaum anerkennen, sollten die vorhandenen Erfolge
sowie die Maßnahmen und Strategien, die konkret dazu geführt haben,
identifiziert bzw. weiterentwickelt werden.
Die Vorträge reichten von historischen Aspekten über Entwicklungen
im Arten- und Biotopschutz und bei Planungs- und Prüfungsinstrumenten
bis hin zu Betrachtungen der Akzeptanz in der Gesellschaft, des
Verhältnisses zu den Medien sowie Finanzierungsmöglichkeiten.
Es gibt verschiedene Kriterien, nach denen Erfolg bewertet werden
kann. Viele Instrumente (z. B. Rote Liste, Landschaftsplanung)
haben eine positive Auswirkung oder zeigen zumindest Ansätze,
doch eine Erfolgsgeschichte kann der Naturschutz noch nicht sein,
solange die Zahl der bedrohten Arten und Biotope weiter steigt.
Relativ neue Instrumente wie die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
der EU, stärkere Kooperation mit Landnutzern und mehr Akzeptanz
in der Gesellschaft sind mögliche Schlüssel, um den Naturschutz
zu stärken.
Unter diesem Link finden Sie einen Bericht
des Deutschlandfunks über das Symposium.
Die vollständigen Referate sind zusammen mit einer Stellungnahme
des DRL in Heft 75 seiner Schriftenreihe erschienen. Das Heft
kann zum Preis von 5,50 Euro zzgl. Mwst. und Versandkosten beim
Druck Center Meckenheim bestellt werden.
Die Stellungnahme
des DRL können Sie hier
als pdf-Datei (216 kB) herunterladen. |